Wann kommt der Durchbruch von NFC?

NFCMit dem Nahfunkstandard NFC soll es möglich sein Smartphone Funktionen zu aktivieren, Daten auszutauschen und vor allen Dingen Kleinigkeiten des Lebens zu zahlen. Aktiviere mit deinem Handy den Wecker oder verbinde dein Handy im Auto automatisch mit der Freisprecheinrichtung. Um all dies zu realisieren, benötigst du nur einen NFC-Tag oder einen NFC-Sticker. Dadurch werden diese Aktionen ausgelöst, wenn du dein Handy davor hältst. Bei uns gibt es aber noch nicht allzu viele NFC-fähige Handys oder gar NFC-Dienste. Experten sorgen sich hier nämlich um die Sicherheit.

So sagt zum Beispiel Marc-Oliver Reeh vom Center for Near Field Communication, dass dieses Thema schon seit etlichen Jahren durch die Medien geistert, aber nicht wirklich viel passiert. Auch heute gibt es in der Praxis nur wenige Anwendungen für das NFC.

Die dafür benötigten Tags oder Sticker kosten nur wenige Euro und werden mittels deines Smartphones programmiert.

Heute können schon viele NFC-Handy mit dem Betriebssystem Android 4.0 oder höher Daten, Bilder und Musik untereinander austauschen, wenn man sie dicht aneinanderhält. Reeh sagt hierzu, dass noch viele Ideen für diverse Einsatzmöglichkeiten gibt. So könnte man zum Beispiel Tags in den Boden einbauen, der automatisch einen Notruf absetz, wenn ein Mensch in seiner Wohnung stürzt. Oder man könnte zukünftig das NFC-Handy als Autoschlüssel oder Bibliotheksnachweis nutzen. Nach Einschätzung von Experten soll aber die absolute NFC-Anwendung das berührungslose Zahlen mit dem Handy sein. So könnte man mit dem Handy Beträge von 20 – 25 Euro einfach bezahlen, wenn man das Handy vor ein Lesegerät halten würde. Erst ab größeren Summen sollte eine Pin-Eingabe oder eine Unterschrift zur Sicherheit gefordert werden.

Sicherheit der NFC-Technologie

Durch Meldungen in den Medien werden die Verbraucher aber immer wieder aufgeschreckt, denn dort heißt es, dass Daten von Kunden durch NFC unverschlüsselt gesendet werden. Die Telekommunikationsexpertin Karin Thomas-Martin erklärt, dass man erschrocken sein, dass Daten unverschlüsselt gesendet werden. Sie halte die NFC-Lösungen nicht für fälschungssicher. Sie hofft daher, dass künftige NFC-Bezahlverfahren verbessert werden. Ihre Forderung lautet ganz klar: Der Anbieter einer NFC-Lösung muss die Sicherheit gewähren. Dagegen sagt Marc-Oliver Reeh, dass die mögliche Funkdistanz der Übertragung nur wenige Zentimeter beträgt und es dadurch Datendieben schwer gemacht wird.

Somit sind bei NFC-Lösungen noch viele Fragen offen. Reeh rät die Entwicklung abzuwarten.

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