NFC Handy

Immer mehr Handys mit Near Field Communication (Auch NFC Handy genannt) drängen in den Markt. Für die Kunden ist es deshalb an der Zeit, sich mit den Möglichkeiten der neuen Technologie auseinanderzusetzen und was diese im täglichen Einsatz für Vorteile bringen kann.

NFC Handy und was darunter zu verstehen ist

NFC Handy

NFC Handy

NFC wird im deutschen Sprachgebrauch auch als Nahfeld-Kommunikation bezeichnet. Es handelt sich hierbei um einen internationalen Übertragungsstandard für Daten, die über eine besonders kurze Entfernung ausgetauscht werden sollen. Denkbar ist hierbei etwa die Übertragung vom Handy zu einem Automaten oder an einer Kasse. Die Strecken, die dabei überwunden werden können, betragen bis zu 4 Metern. Es handelt sich hierbei also um eine gänzlich andere Technologie als beispielsweise WLAN oder UMTS. In der Praxis existieren dabei zahlreiche Szenarien, in denen NFC sinnvoll eingesetzt werden kann:

  • Bezahlung an Bankschaltern (Sparkassen bis 20 Euro)
  • Bezahlung von Tickets bei der Deutschen Bahn (Touch&Travel-System)
  • Bezahlung von Online-Streaming-Angeboten und Downloads
  • Zugangskontrollen

Bereits diese kurze Liste verdeutlicht, dass in NFC viel Potential steckt und die Anschaffung eines entsprechenden Handys daher sinnvoll sein könnte.
In der Praxis können die NFC Handys in unterschiedlichen Modi betrieben werden. Im passiven Modus ist das Handy dabei im der Lage, eine Smartcard zu emulieren. Der

NFC iPhone

NFC iPhone

Vorteil hierbei ist darin zu sehen, dass die jeweiligen Identifikations- und Zahlungsdaten auch dann gesendet werden können, wenn das Handy abgeschaltet ist. Interessant ist es hierbei, dass die benötigte Energie für diese Operation direkt aus dem sogenannten RF-Feld bezogen wird. Das RF-Feld wird dabei von aktiven Komponenten erzeugt wie etwa einem aufgestellten Automaten. Zur Anwendung kommt die passive Variante bspw. dann, wenn mit einem NFC Handy ein Fahrschein gekauft werden soll. Hierfür ist nämlich kein aktiver Modus erforderlich. Im aktiven Modus hingegen können auch kompliziertere Funktionen erfüllt werden, wie etwa der Datenaustausch von einem Handy auf ein anderes. Hiermit können dann solche Funktionen wie Bluetooth durch NFC sinnvoll ersetzt werden. Außerdem kann das Handy im aktiven Modus als Lesegerät eingesetzt werden.

NFC Handy: So sieht die aktuelle Verbreitung aus

Touch and Travel

Touch and Travel (Flickr user Angermann)

NFC ist noch eine sehr junge Technologie, weshalb die Verbreitung erst gering ist. Dennoch hat eine große Zahl von Telekommunikationsunternehmen ein Interesse an der Nahfeld-Technologie und einige Marken setzten bereits auf entsprechende Produkte. Gerade in Europa befindet die Technologie sich gerade erst in der Einführungsphase, einige Anwendungsszenarien wie etwa die Bezahlung bei Sparkassen wurden jedoch bereits umgesetzt. Zu den die Technologie unterstützenden Herstellern gehört bspw. Nokia, die Geräte wie das Nokia C7-00, oder das Nokia 701 im Angebot haben. Von einer starken Verbreitung in der Zukunft ist auch deshalb auszugehen, weil Google in das Android-Betriebssystem eine NFC-Funktionalität bereits integriert hat ebenso wie Apple für das iPhone. Weitere Systemhersteller, die eine entsprechende Unterstützung bereits angekündigt haben, sind Samsung und BlackBerry.

Diese Hersteller bieten bereits ein NFC Handy an

BlackBerry bietet mit dem Bold 9900 / 9930 / 9790 die Funktion bereits an, ebenso wie das Curve 9360 und das Torch 9860. Von Samsung wird das Cosyphone mit NFC angeboten, das I9100 Galaxy S II bietet die Funktion optionale an. Nokia bietet das C7, N9, 600 und 700 sowie das oben erwähnte 701 an, bei Google ist das Nexus mit der Funktion ausgestattet. Weitere Geräte sind das Huawei Sonic U8650 NFC und das Sonim XP1301 CORE NFC. Neben diesen aktuelleren Geräten existiert auch eine Reihe von älteren NFC Handys, die bereits mit der NFC-Technik ausgestattet waren.